Unsere Bienen
Zu den Bienen kamen wir wie "die Jungfrau zum Kinde"!  Liebe Bekannte schenkten uns 2012 zwei Bienenvölker, einfach so. Wir ließen uns sofort von den Bienen faszinieren und erlernten in Seminaren und mit Hilfe unserer Bekannten die Imkerei. Inzwischen halten wir rund 25 Bienenvölker.

Das Bienenvolk 

Das Bienenvolk besteht aus einer Königin, Pflege-, Arbeiter- und Flugbienen sowie den männlichen Drohnen.

Bienen ziehen aus einer Brutzelle ihre Königin selbst heran. Diese ist größer als die übrigen Bienen und wird bis zu drei Jahren alt; sie hat keinen Stachel. 

Die Pflege- und Arbeiterbienen sind für die Aufzucht der Brut und die Arbeiten im Bienenstock zuständig, die Flugbienen holen Pollen und Nektar ein. 

Bienen werden unterschieden in Sommerbienen, die nur cirka drei Wochen alt werden, und Winterbienen, die bis zu einem halben Jahr alt werden können und damit das Überleben des Volks im Winter gewährleisten.

Die Drohnen werden von den Bienen ausschließlich zur Begattung der Königin herangezogen. Die Begatten erfolgt ausserhalb des Bienenstocks an sogenannten Drohnensammelstätten. Drohnen sterben bei der Fortpflanzung. Die im Bienenstock verbliebene Drohnen sind eigentlich überflüssig. Daher sorgt der Imker dafür, dass die Anzahl der Drohnen im Bienenstock möglichst überschaubar bleibt.

Das Bienenjahr 

beginnt im Februar mit der Kontrolle, ob die Bienen noch ausreichend mit Futter versorgt sind. 

Im März, zur Salweidenblüte, kontrollieren wir alle Völker und vereinigen "Schwächlinge", damit sie sich zu kräftigen Wirtschaftsvölkern entwickeln können. 

Im Mai, zu Beginn der Obstbaumblüte, wird der Honigraum aufgesetzt. Bei guten Wetterbedingungen  können wir ab Ende Mai bis August bis zu drei mal Honig ernten. Danach beginnt die Spätsommerpflege der Bienen. Die Bienenkästen werden aufgeräumt und gereinigt. Im Oktober erhalten unsere Bienen ihr Winterfutter. In den Wintermonaten haben die Bienen 
-und auch der Imker- Pause. 

Der Bienenschwarm

Das Bienenvolk wächst stetig bis zur Sommersonnen-wende auf bis zu 40.000 Bienen pro Volk.
Auf dem Höhepunkt der Entwicklung brauchen sie mehr Plat. Daher kann es passieren, dass Bienen aus-schwärmen.
Die Bienenkönigin verlässt mit den Flugbienen ihren Bienenstock und lässt die Arbeiter- und Pflegebienen mit der Brut zurück. Diese ziehen sich dann aus einer Brutzelle eine neue Königin und bilden somit wieder ein vollständiges Volk. 
Mit etwas Glück findet der Imker die ausgeschwärmten Bienen in seinem Garten wieder, wo sie sich häufig in einem Baum oder Strauch niedergelassen haben und kann sie dort wieder einfangen. Der Schwarm bekommt dann einen neuen Bienenstock, also ein neues Zuhause. 
Der Imker freut sich, denn jetzt hat er ein Bienenvolk hinzugewonnen.

Die Honigernte

Jedes Jahr ist die Honigernte ganz entscheidend von der Witterung abhängig. 

Über den besonders leckeren Frühjahrstrachthonig, den die Bienen aus Obstbaumblüten und Löwenzahn holen, freuen wir uns immer sehr. 

Leider können wir ihn nicht jedes Jahr ernten, weil die Blüte zu früh startet und die Bienenvölker sich noch nicht stark genug entwicklt haben, um eine reiche Ernte ein-zutragen.

Über den Sommer holen die Bienen ein, was das Bergische Land an Blütentracht zu bieten hat.

Das macht unseren Sommertrachthonig aus. 

Manchmal ernten wir auch Waldhonig, der eine  dunkel-goldene Farbe hat und sehr aromatisch ist.